Dokumentation

Drei alte Damen und ihr Chauffeur (2009)

Seit dem Tod ihres Mannes lebt Paula Scherff, 95 Jahre, vereinsamt in einem Kölner Seniorenheim. Da sie keine Verwandten mehr hat und auf einen Rollstuhl angewiesen ist, findet sie kaum noch die Gelegenheit, das Heim zu verlassen. Doch zwei Tage im Monat sind für die alte Frau ganz besondere Tage: dann kommt Godehart Bettels, um sie abzuholen.
Der junge Mann ist der Fahrer des Kölner Friedhofsmobils, einer Aktion, die vor sechs Jahren auf Initiative der Kölner Friedhofsgärtner ins Leben gerufen wurde. Dort hatte man Spenden gesammelt, ein Auto gekauft und schließlich mit Godehart Bettels einen Fahrer gefunden. Seitdem können alleinstehende Kölner Senioren einfach und kostenlos die Gräber ihrer verstorbenen Verwandten besuchen.
Zu vielen seiner Fahrgäste hat Godehart Bettels eine ganz besondere Beziehung aufgebaut. Was für den studierten Künstler zunächst nur ein Zusatzjob sein sollte, ist für ihn längst zu einer wichtigen Aufgabe geworden; denn für seine meist weiblichen Fahrgäste ist er viel mehr als ein Chauffeur: eine große Hilfe, wenn er ihnen bei der Grabpflege zur Hand geht, ein geduldiger Zuhörer, wenn sie ihm ihre Alltagsgeschichten erzählen, ein Vertrauter und manchmal sogar ein Freund und Seelsorger, wenn die Trauer über die Verstorbenen und die Gedanken an die eigene letzte Zeit überwiegen.
Dann versucht er, seine Fahrgäste aufzumuntern und sie zu trösten – keine leichte Aufgabe. Doch „seine Mädels“, wie Godehart Bettels seine Mitfahrerinnen liebevoll nennt, sind ihm ans Herz gewachsen und er freut sich mit ihnen, wenn sie sich fröhlich bis zur nächsten Fahrt von ihm verabschieden.

Drei alte Damen

Produktionsfirma: Gropperfilm / Darmstadt
Kamera: Hans-Jürgen Schmitz

 

Zu jung für`s Abstellgleis (2008)

Wenn der achtzigjährige Pensionär Rudolf Greb zum Fußballspielen geht oder abends den Gemeindechor leitet und Rigobert Glück mit seiner Freundin im Fitnessstudio Gewichte stemmt, um seine überzähligen Pfunde los zu werden, dann spürt man viel von der positiven Lebenseinstellung einer neuen Seniorengeneration.

Der Film „Zu jung fürs Abstellgleis“ stellt auch Fragen, die von jüngeren Menschen lange verdrängt werden: wie schafft man es, sich den zunehmenden Altersbeschwerden, der Angst vor dem Verlust des Partners und vor dem eigenen Tod zu stellen?
Der Film will Mut machen. Er portraitiert Senioren, die ihren Weg für ein lebenswertes Leben im Alter gefunden haben.

Produktionsfirma: Gropperfilm / Darmstadt
Kamera: Hans-Jürgen Schmitz
Zu jung für's Abstellgleis

Alles Milch, oder was? (2007)

Im Kühlregal eines spanischen Supermarktes steht eine Plastikflasche mit einem Joghurtdrink. Die Milch für dieses Getränk stammt allerdings nicht aus der Region, sondern wurde über 2000 km entfernt von hier in Süddeutschland gemolken und verarbeitet. In einer Familienmolkerei, die zu den modernsten in ganz Europa gehört.
Gegründet wurde sie vor mehr als 75 Jahren vom Großvater des Autors Christian Gropper. Seitdem hat sich vieles verändert. Die kleine Landmolkerei hat sich zu einem international agierenden Unternehmen entwickelt. Und aus einem tagesfrischen Grundnahrungsmittel ist längst ein Lifestyle-Getränk geworden, das nach einer Reise durch halb Europa das gleiche kostet, wie am Ursprungsort.  Doch wie ist das überhaupt möglich? Wer verdient noch an einem Produkt, das durch unzählige Hände ging, bevor es beim Verbraucher landet? Warum wird ein Frischeprodukt überhaupt ungeachtet ökologischer Gesichtspunkte durch einen ganzen Kontinent gefahren?
Und schließlich: Was ist da überhaupt noch drin, in dieser PET Flasche mit dem Milchgetränk und seiner exotischen Geschmacksrichtung?

Alles Milch

Produziert von Gropperfilm / Darmstadt für den SWR / WDR
Kamera: Hans-Jürgen Schmitz

 

Die Hochzeitstänzer
(2007, Fortsetzung von "Die Sonntagstänzer")

Rigobert Glück hat seiner Freundin im Frühjahr einen Heiratsantrag gemacht. Eigentlich hätte die Hochzeit schon im Mai stattfinden können. Aber bei einer Heirat mit fünfundsiebzig gibt es dann doch mehr zu bedenken als man glaubt. "Und gut Ding will schließlich Weile haben." sagt Rigobert und zeigt dabei sein Lächeln, das ihn soviel jünger erscheinen lässt.
Es gibt auch weitere große Feste in diesem Jahr zu feiern. Bei Anni und Stanislaus ist es die eiserne Hochzeit. Fünfundsechzig Jahre sind es jetzt her, als die beiden sich das Jawort gaben und für Anni ist ganz klar, dass sie ihr großes Fest mit einem Cha Cha Cha eröffnen wird...
Die HochzeitstänzerProduktionsfirma: Gropperfilm / Darmstadt
Kamera: Hans-Jürgen Schmitz

 

Die Sonntagstänzer (2006)

Jakob Lohmann ist seit seiner Geburt fast taub. Doch schon als Kind hat diese Behinderung dem heute Sechzigjährigen aus dem rheinhessischen Bechtheim nie
davon abgehalten, seinem größten Hobby, der Musik nachzugehen. Damals hat er bei den Weinfesten einfach den Musikern auf die Finger geschaut und sich das
Musizieren selbst beigebracht. Vor dreißig Jahren hat der Vater die alte Halle hinter dem Hof zur Scheuerwirtschaft umgebaut. Jakob bekam ein Keyboard und spielte Tanzmusik, wann immer Gäste kamen. Eines Tages stand ein älterer Herr vor ihm und fragte, ob er denn nicht am Sonntag mit ein paar älteren Herrschaften zum Tanzen vorbeikommen und Musik machen würde. Jakob Lohmann war einverstanden. Der Tanznachmittag wurde ein voller Erfolg und zu einer festen Einrichtung. Jeden Sonntag um drei Uhr gibt es seitdem den Seniorentanz beim Lohmann. Ohne Eintritt und mit Getränkepreisen, die sich jeder leisten kann.
Beim Sonntagstanz trifft man auf Menschen, die hier für die ganze Woche Kraft und neuen Lebensmut tanken.
Sonntagstänzer Produziert von Gropperfilm / Darmstadt für den SWR
Kamera: Hans-Jürgen Schmitz


Zwei Geparden für Landau (2006)

Der Zoo Landau ist eher einer der kleineren Zoos in Deutschland. Trotzdem hat er große Pläne. Zoodirektor  Dr. Heckel und sein Team haben es sich zur Aufgabe gemacht, vom Aussterben bedrohte Tiere nachzuzüchten. Auch Geparden gehören dazu. Nach langen Verhandlungen erwartet der Zoo nun, ein junges Sudan-Geparden- Pärchen aus einer Zuchtstation in Sharja. Und so rüstet man sich jetzt als zweiter Zoo in Europa für eine der seltensten Gepardenart der Welt.

Geparden Produziert von Gropperfilm / Darmstadt für den SWR
Kamera: Hans-Jürgen Schmitz

Brandmale - Die Bombennacht von Darmstadt (2003)

Am 11. September 1944 kurz vor Mitternacht wird das südhessische Darmstadt aus dem Schlaf gerissen. Als die Sirenen aufheulen, wissen die Bewohner noch nicht, dass dieser Luftalarm völlig anders ausgehen wird, als die unzähligen Male zuvor. In einem bis dahin noch nie ausgeführten Fächerangriff überfliegen mehrere hundert viermotorige Bomber die Stadt und werfen neben vielen Luftminen und Sprengbomben 300.000 Brandbomben ab.
Innerhalb einer halben Stunde brennt die ganze Stadt. 12000 Menschen kommen bei diesem Angriff ums Leben und 80% der Bevölkerung verlieren in dieser Nacht alles, was sie besessen hatten. Tausende Darmstädter werden evakuiert und können oft erst Jahre nach dem Krieg in ihre Heimatstadt zurückkehren.
Darmstadt steht für viele weitere Städte, die im zweiten Weltkrieg ein ähnliches Schicksal erlitten haben. Ob Kassel, Pforzheim, Hamburg oder Dresden. Warschau, Rotterdam oder Coventry.
Der Film Brandmale zeigt, sechzig Jahre nach den Bombenangriffen, was die Folgen eines Krieges ein ganzes Leben lang in den Köpfen und den Herzen der Überlebenden und auch ihrer Nachkommen hinterlassen können.
BrandmaleDokumentation, 90 Minuten
Produziert von Gropperfilm / Darmstadt
Kamera: Hans-Jürgen Schmitz

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Tel.: 06151-9184595

Mobil: 0170-7524974


Im Fokus

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Die Dreharbeiten für "Die Meta-Morphose" sind abgeschlossen! Da es sich um eine Eigenproduktion handelt versuchen wir jetzt, den Schnitt zu finanzieren. Und freuen uns über Unterstützung! Mehr zu dem Projekt und zur möglichen Unterstützung bei Startnext. Geplante Länge: 90 Minuten. Hier schon mal der Trailer:

Projekt Meta-Band